Zum Inhalt springen

Mehr Bäume für Bremen

Mann sitzt auf einer bepflanzten Bank an einer Kreuzung in Bremen
© energiekonsens

Was haben die Städte München, Stuttgart, Hannover, Aachen und Köln gemeinsam? Richtig, eine Wanderbaumallee – Eine Reihe von mobilen Pflanzkästen, die einen Baum, Blumenbeete und Sitzgelegenheiten umfassen und eine nachhaltige Veränderung urbaner Räume für alle Bürger*innen erlebbar machen. Seit Juli 2023 gesellt sich unsere schöne Stadt Bremen dazu.

Seit der feierlichen Eröffnung am 27. Juli zieren nun sieben bunte Pflanzkästen die Graf-Moltke-Straße im Stadtteil Schwachhausen und zeigen einen Stadtplanungsentwurf auf, wie ein sonst grauer Straßenzug begrünt werden kann. Realisiert wurde dieses neue Klimaanpassungskonzept durch eine Kooperation des Vereins SozialÖkologie, dem Beirat Schwachhausen und der swb-Umweltinitiative.

Urbane Räume mit neuer Aufenthaltsqualität

Die ersten sieben Pflanzgefäße wurden im Frühjahr 2023 gebaut und bestehen aus wetterfestem, langlebigen Lärchenholz. Sie messen 1,50 x 1,50 m und tragen Bäume bis zu 3 m Höhe, die als hitze- und trockenheitstolerant sowie vogel- und insektenfreundlich gelten, wie zum Beispiel Baumhasel (Corylus colurna) oder Zierkirsche (Prunus sargentinii). Bei Dunkelheit sorgen Solarlichter für Beleuchtung. So werden Impulse für eine zügigere Stadtbegrünung, ein besseres Kleinklima, die Schaffung neuer sozialer Begegnungsorte und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum gegeben. Das Projekt leistet somit einen Beitrag zur notwendigen Anpassung der Stadt an den Klimawandel sowie zum Erhalt der Artenvielfalt, ist also aktiver Klimaschutz.

Wie funktioniert die Wanderbaumallee?

Die ersten sieben Monate steht die Mehrzahl der Module in Schwachhausen. Denn hier gab es in den letzten Jahren viele Verluste großer Bäume zu beklagen, ohne dass Nachpflanzungen folgten, weshalb mehrere Bewohner die Wanderbaumallee in diese Straße eingeladen hatten. Nur vereinzelt wurden bisher Pflanzkästen zu verschiedenen Anlässen ausgeliehen, so zum Beispiel in die Überseestadt zu einem Straßenfest im August oder in das Fockemuseum zu einem anderen Fest im September. In 2024 soll die Allee regelmäßig auf Einladung in andere Stadtteile und neue Nachbarschaften weiterwandern. Im besten Fall werden von anderen Stadtteilen weitere Module gebaut, sodass immer mehr graue Straßenzüge durch mobile Pflanzmodule begrünt werden. Nach 1-3 Jahren sollen die Bäume dann an einen festen Standort verpflanzt werden.

Du hast einen Vorschlag, welcher Stadtteil und welche Straße auch Besuch von der Wanderbaumallee erhalten sollte? Wende dich direkt an die Projektkoordination per Mail: info@wanderbaumallee-bremen.de.

Weitere Informationen über die Bremer Wanderbaumallee erhältst du auf der Website, bei Instagram oder Facebook vorbei.