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Second Hand Mode: Flohmärkte und Tauschparties

© energiekonsens

Es macht Spaß, verbindet Menschen, ist gut fürs Portemonnaie und schont überdies auch noch Ressourcen. Richtig geraten: Es geht um Second-Hand und die Wiederverwertung von gebrauchten Sachen. Wer auf diese Art nachhaltig shoppen oder auf Schnäppchenjagd gehen will, hat in Bremen und Bremerhaven eine große Auswahl: In beiden Städten gibt es Zweite-Hand-Läden für Kleidung, Möbel und mehr, Flohmärkte sowie Tauschbörsen…

Einige davon besucht die Schülerin Lilo Klier regelmäßig, um nach Stücken aus vergangenen Jahrzehnten zu stöbern. „Ich schätze mal, dass die Hälfte meiner Sachen im Schrank Second-Hand ist – darunter sind viele Schlaghosen, die ich gerade liebe. Schmuck kaufe ich ebenfalls fast ausschließlich gebraucht und das am liebsten beim Bummeln über den Flohmarkt“, erzählt die Findorfferin. Ihre Mutter habe sie mit ihrer Leidenschaft für Sachen aus zweiter Hand angesteckt und von klein auf mit auf „Schatzsuche“ genommen. „Für mich gibt es viele wichtige Gründe so einzukaufen, anstatt mir Neuware im Internet zu bestellen. Ich bekomme individuelle Sachen in sehr guter Qualität zu kleinen Preisen und kann gleichzeitig meine Ökobilanz verbessern. Indem ich mir eben nichts Neues hole, werden Wasser, Energie und Rohstoffe für die Produktion eingespart“, sagt die 17-Jährige. Außerdem wolle sie das Prinzip der „Fast Fashion“ nicht unterstützen, das mit geringen Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen für Beschäftigte einhergehe, um Bekleidung billig verkaufen zu können.

Glücklich tauschen

Einige Freundinnen konnte Lilo Klier bereits für ihre Streifzüge begeistern. Zudem hat sie das Thema auch für eine Projektarbeit an ihrer Schule gewählt und gemeinsam mit Mitschülerinnen eine Kleidertauschparty in der Turnhalle initiiert. Eine ebensolche Veranstaltung organisieren auch die Referierenden für Nachhaltigkeit im AStA-Büro der Universität Bremen. „Momentan müssen wir zwar erst einmal schauen, wie sich die pandemische Lage entwickelt, wollen aber baldmöglichst wieder damit starten“, betont Joel Bose, der Molekularbiologie studiert. Dann sind in den Gebäuden der Universität wieder mitgebrachte Pullover, Hosen & Co. gefragt, die nicht mehr getragen werden oder kleine Schäden wie ein Loch und eine gerissene Naht aufweisen. „Diese können entweder gegen einen neuen Hingucker eingetauscht oder in der dort ebenfalls vorhandenen Repair-Werkstatt wieder hergerichtet werden“, erklärt der 26-Jährige weiter.

Zu ähnlichen Kleidertausch-Veranstaltungen laden auch die KlimaWerkStadt Neustadt sowie das Klimaquartier Ellener Hof ein, das dafür mit der Hans-Wendt-Stiftung kooperiert. „Unser gemeinsames Angebot in Blockdiek wird gut angenommen. Damen-, Herren- und Kinderklamotten wechseln den Besitzer oder die Besitzerin und werden so weiter genutzt. Solche Events machen immer viel Spaß“, sagt Mitorganisatorin Mareile Timm vom BUND Bremen. Im Rahmen des Projektes Klimaquartier Ellener Hof lud sie jüngst erstmals zu einer Tauschbörse für Haushaltwaren und Spielzeug in den Bremer Osten ein. Diese war ebenfalls ein Erfolg – auch für die Umwelt: „Es gibt viele Möglichkeiten, aus zweiter Hand zu kaufen. Jede lohnt sich und trägt dazu bei, klimaschädliches CO2 und auch Rohstoffe einzusparen.“

Flohmärkte in Bremen und Bremerhaven

Flohmarkt Bürgerweide
Flohmarkt am Sander Center – Gewerbegebiet Oslebshausen
Mapos Flohmarkt – Kirchhuchting
Piccolino Markt – Second Hand-Markt für Kindersachen und Spielzeug – Messe Bremen
Piratini – Deutschlands großer Second-Hand Markt „rund ums Kind“
Flohmarkthalle Engelbert Am Schaufenster Bremerhaven
Flohmarkt Roter Sand Bremerhaven 

Kleidertauschparties

Klimazone Findorff
BUNDjugend - BREMEN
Klimaquartier Ellener Hof
KlimaWerkStadt Neustadt
Universität Bremen AStA-Büro

Ihr wisst von weiteren Veranstaltungen und Flohmärkten? Dann schreibt uns unter: senkmit@energiekonsens.de