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Mehr runterdrehen

Im Durchschnitt ist Heizen für 1,75 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Bundesbürger*in im Jahr verantwortlich. Um es im Winter schön warm zu haben, stoßen wir also mehr CO₂ aus, als das ganze Jahr über für Mobilität (1,6 Tonnen ohne Flugreisen).

Expert*innen sehen ein erhebliches Einsparungspotenzial beim Heizen, denn viele Häuser in Deutschland sind schlecht gedämmt und nutzen veraltete Heizsysteme. Falls du Hausbesitzer*in bist, lohnt sich bestimmt eine Beratung dazu.

Doch schon mit ein paar Tipps kannst du ganz einfach Heizenergie einsparen – ohne dabei auf Komfort zu verzichten.

Stelle deine Heizung richtig ein. Weißt du, was die Zahlen auf deinem Thermostat bedeuten? Diese stehen für die Temperaturen (3 = 20 Grad, 4 = 24 Grad und 5 = 28 Grad) und haben nichts damit zu tun, wie schnell die Heizung warm wird. Die Heizung auf 5 zu drehen, verschwendet nur Energie, weil sie später wieder runterreguliert werden muss. Wenn du die Heizung direkt auf die Wunschtemperatur stellst, wird es genauso schnell warm.

Richtig Lüften. Im Winter ist es wichtig, dass die Luft in den Wohnräumen ausgetauscht wird, um Feuchtigkeit rauszulassen und so Schimmelbildung zu vermeiden. Dies sollte durch Stoßlüften passieren. So wird die Luft am schnellsten ausgetauscht und es geht weniger Wärme verloren, als wenn du lange auf Kippstellung lüftest.

Passe die Temperaturen deinem Leben an. Indem du die Temperaturen runterregulierst, wenn tagsüber länger niemand zu Hause ist, kannst du fünf bis zehn Prozent Heizungsenergie sparen. Oft wird behauptet, dass mehr Energie benötigt wird, um ausgekühlte Räume wieder aufzuheizen, als zuvor durch die Temperaturabsenkung eingespart wurde. Dies stimmt aber nicht!

Auch brauchen nicht alle Räume die gleiche Temperatur. Im Wohnzimmer sind 20 Grad angemessen, in der Küche reichen meist 18 Grad und im Schlafzimmer 16 Grad. Natürlich kommt es auch drauf an, mit welcher Temperatur du dich wohlfühlst. Doch schon die Verminderung um ein Grad spart rund sechs Prozent Heizkosten.

Runterdrehen lohnt sich also für deine Heizkostenabrechnung und das Klima!